Vereinsgeschichte: Entwicklung bis 2019

Seit 36 Jahren betreut der Behindertensportverein Pongau beeinträchtigte Personen im Raum Pongau, vom Querschnittsgelähmten, Cerepralparetiker, Blinden, Amputierten, bis zu den mental beeinträchtigten Personen.

Bis zum Jahre 1983 gab es in dieser Region keine organisierte, sportliche und therapeutische Betreuung für behinderte Menschen in größerem Umfang. In diesem Jahr hat Engelbert Oppeneiger begonnen, mit dem Versehrtensportverein Salzburg, eine Sportgruppe im Pongau aufzubauen und erste Mitglieder zu werben.

Der Zivilinvalidenverband, mit dem damaligen Obmann Koller Sepp, zeigte sich interessiert. Somit wurde die Sektion Pongau mit einer Schwimmgruppe, in der Wielandner Hauptschule in Bischofshofen und einer Turngruppe im Turnsaal der HAK/HASCH in St. Johann gegründet. Simanke Udo aus der Bezirkshauptstadt stand der Sektion vor.

Ab 1985 konnte der aus Bischofshofen stammende Alois Riedlecker als Obmann für den damaligen Versehrtensportverein Pongau gewonnen werden. Er war und ist unermüdlich für die behinderten Menschen in der Region im Einsatz.

Selbst querschnittsgelähmt, begeisterter Sportler (früher Basketballer im Nationalteam) weis auf Grund seiner Erfahrung als Rollstuhlfahrer, wovon er spricht. Alois kann immer wieder die Vertreter des öffentlichen Lebens für die Belange und Ziele des Vereins gewinnen.

Ihm zur Seite stand Frau Lydia Listberger, aus St. Johann, die ebenfalls seit 1985 freiwillig mitarbeitete. Mit ihrem unentwegten und ausdauernden Einsatz konnten viele Projekte für unseren Verein durchgeführt werden. Für ihre 33-jährige Tätigkeit zum Wohle unseres Vereines möchten wir uns auch an dieser Stelle nochmals recht herzlich bedanken.

Ab dem Jahre 1990 sind wir ein eigenständiger Verein, der für alle Behinderungsgruppen ein Ansprechpartner ist.

Der BSV-Pongau verfolgt folgende wesentliche Ziele:
Eine fundierte Sportentwicklung von Jung bis Alt und von Freizeit- bis Spitzensport.

Außerdem schafft der BSV-Pongau vielfältige sportliche Möglichkeiten:

  • Adäquates Body-Workout-Training
  • vom therapeutischen Schwimmen bis zum Wettkampfschwimmen
  • Tischtennis- und Bocciatraining vom Anfängerbereich bis zum Turnierspiel
  • Gesellschaftliche Aktivitäten (Ausflüge, Besichtigungen…)

Die Tatsache, dass sich beeinträchtigte Personen aller Art regelmäßig treffen können, miteinander Erfahrungen austauschen und an geselligen Veranstaltungen teilnehmen, bedeutet für die meisten sehr viel. Darüber hinaus stehen die Funktionäre des Vereins ihren Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite, sei es bei Behördenwegen, Ansuchen um Unterstützung u.a.

Die positiven Auswirkungen bei körperlicher Aktivität sind längst wissenschaftlich erwiesen und reichen von persönlichem Wohlbefinden, erhöhter Lebensqualität, gesteigertem Selbstbewusstsein bis hin zu erfolgreicher, sozialer Integration. Bewegung und Sport stehen daher für Momente des Glücks und der inneren Zufriedenheit, die man selbstverständlich und insbesondere auch als Mensch mit Behinderung persönlich erleben kann.

Gerade wenn das Schicksal zugeschlagen hat, brauchen die Menschen und deren Angehörigen jemanden der ihnen zeigt, welche Möglichkeiten und Fähigkeiten sie trotz ihrer Behinderung noch haben. Oft sind sie sich zunächst dieser gar nicht bewusst.

Durch gezielte Anleitung können sie neue Bewegungserfahrungen sammeln und kompensatorische Fähigkeiten entwickeln. Das Ziel dabei ist möglichst viele Menschen mit Behinderung für Sport zu begeistern und – wenn erwünscht – soweit auszubilden, dass ein normierter Wettkampf auf höchstem, nationalem Niveau wie bei Österreichische Staats-Meisterschaften positiv absolviert werden kann (Wettkampfsport).

Das Einzugsgebiet unserer Vereinsmitglieder erstreckt sich von Großarl über das Salzach-Pongau-Tal bis Enns-Pongau nach Filzmoos und bis ins Lammertal. Aus insgesamt 12 Ortschaften treffen sich die 22 Mitglieder wöchentlich zum Training.

Dienstags in der Therme Amadé in Altenmarkt zum Schwimmen, von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr und donnerstags in der HAK/HASCH in St. Johann zum Turnen, Tischtennistraining und zum Bocciatraining, von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr.

Ein nicht zu unterschätzendes Problem stellt die Tatsache dar, dass es gar nicht so leicht ist, behinderte Menschen davon zu überzeugen, dass die sportliche Betätigung für sie sehr wertvoll sein kann. Oft müssen erst große Vorurteile überwunden werden, ehe die sinnvolle Arbeit beginnen kann.

Unsere Mitmenschen entwickeln in letzter Zeit schön langsam ein größeres Bewusstsein für die Probleme und die oft sehr schwierige Lage beeinträchtigter Personen, umso erfreulicher ist es, dass der BSV-Pongau die Möglichkeit erhält im Weekend Magazin sich vorzustellen.

Nach dem Ausscheiden von Frau Listberger (unsere Vereinsmama), seit 2018, hat Dellago Bruno die Vereinsfunktionen als Obmann Stellvertreter und als Kassier übernommen.

Die Schriftführerin übernahm Frau Ogris Margarethe, den Schriftführerin Stellvertreter Ogris Heinz.

Zöchling Angelika hat die Funktion als sportliche Stellvertreterin.

Steinlechner Peter hat das Boccia-Wettkampftraining übernommen.

Unsere erfolgreichen SportlerInnen

Boccia

Johannes Pollheimer aus Schwarzach
Vizestaatsmeister

Tischtennis

Roswitha Kurz aus St. Johann
4-fache Staatsmeisterin